Ausflugstipp: Ravensburg-Region

Man muss gar nicht immer weit weg fahren. Die Schweiz hat so viel Schönes für Kurztrips zu bieten. Und das nahe Ausland auch. Das sehen vor allem die Kinder so, wenn wir ins Ravensburger Spieleland fahren. 

 

Drei Tage gaben wir uns für die Gegend um Ravensburg. Drei Tage, wovon wir einen – natürlich – im saftig grünen Spieleland verbrachten.

 

RAVENSBURGER SPIELELAND

 

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Das Ravensburger Spieleland ist der einzige Vergnügungspark, den ich kenne, wo vor allem an die kleinen Kinder gedacht wurde, die wegen Alter oder Grösse noch nichts von den unzähligen wilden, schnellen Bahnen in herkömmlichen Vergnügungspärken haben. Im Spieleland haben sie schon so mit einem Jahr was davon, so richtig lustig wird’s aber ab drei Jahren. Meine Kleine ist jetzt drei. Und Fan. Yay!

 

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Gutes Wetter ist sicherlich von Vorteil, da die Sause grösstenteils draussen stattfindet. Und abgesehen von der Entchenbahn, dem wilden Alpenstrudel (den Mama Nadja rächt läss fand) oder den riesigen Rutschen, gibts in neuerdings 8 Themenbereichen auf einem überschaubaren Areal über 70 Attraktionen, die an die vielen Spiele mit dem blauen Dreieck angelehnt sind. Das Helikopter-Memory zum Beispiel, Lupinchens Puzzledschungel, das Nilpferd in der Wasserbahn, das grosse verrückte Labyrinth oder das Max Mäuseschreck-Spiel. Wenn es heiss ist, kühlt man sich in etlichen Duschgrotten- und Tunnels ab (herrlich!) und meine Kleine war fast nicht mehr von der Ponyreitbahn und vom Tierkarrussell wegzukriegen. Währenddessen ihr kleiner Freund von der Traktorfahrt und dem Feuerwehrspiel sehr angetan war. Das Schöne an alledem: man muss nirgends sehr, sehr lange anstehen. Meistens.

Sehr toll ist auch der riesengrosse Spielplatz, wo ich mir wünschte, dass wir zu Hause so einen hätten. Gar nicht auszudenken, wie müde die Kleinen abends wären.

 

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Und während das Kleinkindherz den ganzen Tag lang vor Aufregung auf und ab hüpft, kommen auch die bitzli Älteren nicht zu kurz. Erstens dürfen sie fast überall ganz alleine mitfahren und meine Tochter, mit 8 Jahren wohl an der oberen Grenze, hatte trotzdem noch ihren Spass.

 

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Man muss als Kind im Spieleland nicht mal alleine laufen.. – ischnogäbig.

 

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Essen gibts genug in diversen Restaurants, überall stösst man auf Bänke, wo man sich kurz ausruhen kann (z.B die Liegebänke zum „mausruhen“ im neuen Maus & Elefant-Themenbereich). Und in der Nähe des Ein- und Ausgangs, sowie mittendrin, warten Läden, wo man sich noch schnell mit Spielen, Puzzles und Büchern eindecken kann. Inklusive Schnäppchenladen.

 

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Die Köpfe des Ravensburger Spielelands sind Käpt’n Blaubär, Hein Blöd, Fix & Foxi sowie die Maus und der Elefant aus „die Sendung mit der Maus“. Alles sympathische Zeitgenossen, wie ich finde. Kinder können ausserdem im Spieleland im mausdesignten Partyraum Geburtstag feiern und sogar mehrtägige Sprach-Feriencamps absolvieren, um in einer motivierenden Umgebung an ihrem Englisch zu feilen („Wer die zwei Siite zerscht uusgfüllt hät, dörf e Rundi ufem Raketeblitz fahre!“). Und sie bauen weiter aus. Nächstes Jahr soll es ein Ferienresort geben.

Das Ravensburger Spieleland befindet sich in Meckenbeuren. Mit der Fähre über Konstanz-Meersburg erreichbar, oder über Land und Lustenau, wenn man um den See rumfahrt. Von Zürich aus muss man mit rund 2 Stunden rechnen, was aber weniger an der Distanz, als vielmehr an sehr mühsamen Staustrecken bei Lustenau, oder eben nach Friedrichshafen, liegt. Einige Kilometer langsames „hötterle“ muss man in Kauf nehmen.

 

 

 

GUT HÜGLE

Man kann vom Spieleland, dass schon früh schliesst (je nach Saison um 18h oder 19h), natürlich auch locker wieder nach Hause fahren, ausser man wohnt im Wallis. Man kann aber auch einfach da bleiben. Auf der Spieleland-Website gibt’s eine umfangreiche Liste mit spannend-klingenden Übernachtungsmöglichkeiten. Wir haben uns fürs Gut Hügle in Bottenreute entschieden. Ein Erlebnisbauernhof mit Hasen, Eseln, Pferden, Hühnern und einigen Katzen. Mit grosser Wiese, Spielplatz, Trampolin, Bobbycarsammlung, Hüpfburg in der Spielscheune, Sandspielplatz und hübschen, preiswerten Ferienwohnungen (plusminus 100.- pro Nacht und Wohnung).

 

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Im Hof wird mit regionalen Zutaten gekocht, die grösstenteils vom eigenen Biohof stammen – und alles andere kommt von befreundeten Bauern.

 

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Ein Ort zum Runterfahren, rumhängen, wohlfühlen, Natur schnuppern, gut essen. Und Seifenbläterli machen.

 

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Wenn man grad schon da ist, lohnt sich auch ein Besuch im Affenberg Salem (www.affenberg-salem.de), wo man mit gratis Popcorn Affen füttern kann. Berberaffen. Das sind die coolsten. Nicht nur weil ich in der fünften Klasse einen Vortrag über die gemacht habe.

 

 

RAVENSBURG – DAS STÄDTLI

Wenige Fahrminuten vom Gut entfernt, liegt das herzige Städtli Ravensburg. Wenn man noch im Spielmodus ist, kann man mit den Kindern das Museum Ravensburger besuchen und sich in der interaktiven Ausstellung auf drei Stockwerken durch die Welt der Spiele führen lassen, XXL-Wimmelbilder studieren und Geheimnisse aufdecken.

Man kann aber auch einfach durchs Städtchen schlendern. Und shoppen. Oder Kaffee trinken. Oder im grossen Kleiderladen kurz das Kind verlieren, weil es sich kichernd unter den Kleiderständern versteckt hatte, während Mami und Papi panisch durch den Laden rannten.

 

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MAISLABYRINTH BOTTENREUTE

Wenige Gehminuten vom Gut Hügle entfernt, befindet sich das Maislabyrinth. 2000m Weg durch hohen Mais, am Anfang ist’s noch lustig, aber nach ein paar Abzweigungen und sehr dürftig ausgestattetem Orientierungssinn, kann es einem bei grosser Hitze auch ein bisschen mulmig werden, wenn man bemerkt, dass man plötzlich irgendwo in der Mitte steht. Gut zu wissen, dass man vom Gut Hügle gerettet werden würde, wenn man nicht mehr rausfinden täte. Wir haben natürlich rausgefunden. Locker. Pah!

 

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RHEINFALL

Und bald waren die drei Tage um. Auf dem Heimweg liessen wir die Insel Mainau kurzfristig sausen und guckten uns noch eine Schweizer Sehenswürdigkeit an. Soviel Zeit muss sein.

 

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Ich war als kleines Maitli zum letzten Mal da.

Auf dem Bild sieht’s jetzt so aus, als wär ich da ganz allein. Total idyllisch, gä? Aber in Wahrheit waren die Aussichtsterrassen völlig überlaufen. Wir haben die Menschen fürs Foto einfach kurz weggekickt. Machen wir immer so.

Ist schon recht imposant dieser Rheinfall. Und vor allem eine ganz tolle Abkühlung, wenn es heiss ist (damit meine ich jetzt nicht, dass man da reinspringen sollte, sondern, dass die Abkühlung schon allein vom Rumstehen kommt, spritzt ja recht rum da.)

 

 

In so kurzer Zeit soviel gesehen, erlebt und auch bisschen entspannt. Hätt ich nicht gedacht, als ich anfangs Sommerferien alle angefrustet habe, weil unsere Ferien ins Wasser fielen. Bin jetzt wieder lieb. Und zufrieden.