Bibi & Tina

Ich war mit meinen Mädchen am Samstag am Bibi & Tina-Kinospecial. Unvergesslich für die Beiden. Denn die Schauspieler waren auch da.

 

Der vierte (und offenbar allerletzte) Teil, Tohuwabohu Total, läuft seit letzter Woche im Kino. Ich nehme an die einen oder anderen unter euch kennen auch Teil eins, zwei und drei. Auswendig. Auch als Hörspiel. Inklusive der Songs. Also ich kann sie alle. Ja, nicht ganz freiwillig, aber dank Peter Plate und Ulf Sommer (Rosenstolz) sind die Songs absolut erträglich. Meine Mädchen lieben sie und beschallen mich regelmässig ungefragt damit. Und jetzt kommen ja wieder ein paar neue Songs dazu, die ich wieder auswendig lernen darf.

Eigentlich sollte nach drei Teilen ja Schluss sein, aber der grosse Erfolg der Reihe schrie einfach nach einem weiteren Teil. Und hier ist er nun. Der Vierte, und auch definitiv Letzte. Heissts.

 

Im vierten Teil greift Regisseur Detlev Buck erstmals auch ernste Themen wie Zwangsheirat oder die Flüchtlingskrise auf. Kindgerecht verpackt.

 

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Die ewig gut gelaunten Bibi und Tina treffen beim Fischen auf den Flüchtling Aladdin, der sich als Adea entpuppt, ein bulgarisches Mädchen, dass sich einer Zwangsheirat widersetzt. Zusammen mit Sinan und Karim, zwei Brüdern aus Syrien, ziehen sie durchs Land und verstecken sich vor Adeas Verwandtschaft, die ihr immer dicht auf den Fersen ist.

Und so kommt auch noch eine andere aktuelle Figur im Film vor. Die zwar thematisch überhaupt nicht reinpasst, aber der Aktualität halber halt für den einen oder anderen Schmunzler sorgt.

 

Trumpf

 

 

Jetzt gerade, wo ich das schreibe, sitze ich vor dem Fernseher. Es ist noch mitten in der Nacht und ich schaue die Oscar-Verleihung. Und ich denke da immer wieder, dass es doch eigentlich ganz nett wäre selbst dort im Saal zu sitzen und mich ein bisschen umzusehen. Neben Ryan Gosling oder Meryl Streep. So inmitten der grossen Filmstars. Meine Töchter waren am Samstag wohl ähnlich aus dem Häuschen, so wie ich das jetzt gerade im Dolby Theatre wäre. Bibi (Lina Larissa Strahl), Tina (Lisa-Marie Koroll) und Alex (Louis Held) waren nämlich alle auch da. Total in echt. Dort haben sie auch fleissig Autogramme verteilt.

 

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Und nicht nur das. Sie gaben im Anschluss Interviews. Und meine Tochter durfte zusammen mit ihrer Freundin Camille die echte Bibi und den echten Alex interviewen. Schon rächt läss, ich weiss. Ich kann das völlig nachfühlen. Das wäre für mich so gewesen, wie wenn ich damals mit 9 mein Idol hätte interviewen dürfen. Morten Harket von A-ha. 1985. Take on me. Meine erste grosse Liebe. Ich trug sogar seine Läderbändeli an den Armen. Auch wenn jetzt manche keine Ahnung haben, wovon ich spreche. Oder doch?

Aber ich durfte ihn mit 9 auf jeden Fall nicht interviewen. Hätte auch echt keinen Ton rausgebracht. Tja. Dafür darf jetzt meine Tochter mit Bibi & Alex sprechen. Vor dem Interview wartete sie ganz aufgeregt auf den grossen Moment.

 

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Und – zack – waren sie da.

 

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WELCHER TEIL HAT EUCH AM MEISTEN SPASS GEMACHT?

Lina: Der erste Teil. Der Erinnerung wegen. Und den Dritten. Alex: Ja, der dritte Teil, das war wie in einem Feriencamp.

 

SEID IHR TRAURIG DASS JETZT SCHLUSS IST MIT BIBI & TINA?

Lina: Wir sind schon alle etwas traurig. Wir haben in dieser Reihe viel gelernt und Bibi & Tina war für uns alle der perfekte Start in diesen Beruf. Geplant war ja schon, dass nach dem dritten Teil Schluss ist, wir waren daher schon bereit, aber wir ahnten schon, dass es weiter geht. Nun, wo definitiv Schluss ist, ist das natürlich schon schade wegen all der menschlichen Beziehungen, die man am Set aufbaut, all die Freundschaften. Es ist noch schwieriger nun den Kontakt zu halten, wenn wir uns im nächsten Sommer nun erstmals nicht mehr sehen.

 

 

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WAS WOLLTET IHR ALS KIND WERDEN? UND WIE SEID IHR ZUR SCHAUSPIELEREI GEKOMMEN?

Alex: Fussballprofi. Lina: Archäologin oder Meeresbiologin. Alex: Ich machte früher vor allem Fotoshootings, war Model, hatte aber schon immer ein Auge auf die Schauspielerei geworfen, so habe ich meine Agentin eines Tages gefragt, ob sie mir ein Casting besorgen könne und so kam dann auch schon bald die Einladung zum Bibi & Tina-Casting. Lina: Bei mir war es Zufall. Ich hatte einfach im richtigen Moment das richtige Glück. Hatte mir das so aber gar nicht vorgenommen.

 

WELCHE IST EURE LIEBLINGSSZENE IM AKTUELLEN FILM?

Louis: Der Nachtdreh. Als wir Tina aus der Hütte befreien mussten. Das war ziemlich lustig. Lina: Beim Dreh war es auch beim Bauern sehr lustig. Der brachte mich immer zum Lachen, ich glaube das sieht man auch im Film, dass ich mir das Lachen fast nicht verkneifen kann. Aber schlimm waren für mich all die Spinnen und der Staub in der Scheune. Meine Lieblingsszene im Film war die Schlussszene, der Abschlusssong, die nannten wir immer unsere Highschool Musical-Abschlusszene. Louis: Dafür habe ich auch extra einen Salto geübt. Den wollte ich unbedingt selbst machen.

 

KONNTET IHR SCHON VOR DEN FILMEN REITEN?

Alex: Nein. Ich musste vor den Filmen 20 Reitstunden nehmen. Lina: Zwanzig? Ich hatte nur zehn (lacht).

 

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Filmidole interviewt? Check.

Und so machten sich die Mädchen danach glücklich und etwa 10 cm über dem Boden schwebend wieder von dannen.

 

Bibi & Tina Tohuwabohu Total läuft seit letzter Woche im Kino. Und ich darf 2×2 Tickets verlosen. Der Wettbewerb läuft ab Mittag auf Facebook drüben.

 

Superschönen Wochenstart euch allen!