Der 1. August

Lasst uns feiern. Am Grill. Wo suscht!?

 

Unser Nationalfeiertag steht bevor. Und wir feiern das Jahr 1291, als irgendwann zwischen Juli und August drei Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden auf der Rütliwiese diesen Schwur abschlossen. Haben wir in der Schule gelernt, gä?

Damals wurde ein Verteidigungsbündnis gegen Feinde geschlossen und mit den Jahren gesellten sich immer mehr Kantone hinzu. Mal freiwillig, mal nicht ganz so freiwillig. Bis wir dann zur Schweiz wurden, wie wir sie heute kennen. Und auch heute merkt man eben schon noch, dass sich da alles einzelne Regionen zusammenschlossen, steht doch jeder Kanton für sich.

 

Und wenn euch die Kinder fragen „..Und was sind das alles für Füür uf de Hügel?!“, dann erklärt ihr ihnen, dass das Höhenfeuer sind. „..Wöörum?!“ Weil diese ein Symbol für Zusammengehörigkeit sind. „..Wörum?!“ Weil wir aus verschiedenen Regionen bestehen, aber im Endeffekt alle EINS sind. „…Wöööruummm?“ – Ähm ja. Das geht, zumindest bei mir gerade, endlos so weiter. Und irgendwann gibt es keine Antwort mehr, denn irgendwann kommt zwangsläufig die Frage warum dann Zürcher über Aargauer motzen, und Berner über Basler, wenn wir doch alle EINS sein sollen, hä? Und warum wir dann anhand der Autoschilder lächerlich abfällige Urteile über Fahrkünste fällen. Und herablassend andere Dialekte belächeln. Ja, so sind wir dann eben auch, wir in unserem schönen, vereinigten Schweizerreich.

Darum lasst uns einfach Cervelats verteilen und uns am magischen Funkeln am Himmel in der lauen Sommernacht hingeben, auch wenns schifft (sofern Feuerwerke, wegen der Trockenheit in den letzten Wochen, überhaupt gezündet werden dürfen, kommt ja bitzli auf die Region an). Und man überhaupt gewillt ist ein kleines Vermögen in so ein Ding zu investieren, dass innert Sekunden verpufft ist. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

Lasst uns also schlicht uns feiern und beglückt euer Pouletgeschnetzeltes mit folgender Marinade – extra für euch, zum 1. August. Oder ihr macht Kräuterbutter oder Gemüsespiesse. Hier meine Lieblingsgrilladen:

 

POULETMARINADE

Zutaten: Pouletfilets in Stücke geschnitten, Ananas, Koriander, Zitronengras (mit Fleischklopfer zerquetscht), Ingwer, Frühlingszwiebeln, Olivenöl, unbehandelte Zitronen, etwas Zitronensaft, einen Schuss Sherry.

 

Das Poulet packt ihr abwechslungsweise mit der Ananas auf Spiesschen, all die anderen Zutaten, wascht und schneidet ihr, und legt alles zusammen in einen grossen Haushaltssack. Diesen verschliesst ihr gut, knetet ihn durch und lasst ihn mehrere Stunden vor dem grossen Feuer im Kühlschrank ziehen.

 

Marinade

 

 

GEFÜLLTE CHAMPIGNONS

Zutaten: grosse Champignons, Frischkäse.

 

Simpel und lecker. Champignons waschen, Stiele entfernen und Mulde mit Frischkäse befallen. Wenige Minuten grillieren. Fertig.

 

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KRÄUTERBUTTER

Zutaten: Butter, diverse Kräuter, Knoblauch

 

Man kann sie natürlich auch einfach kaufen. Wenn man sie selber macht, kann man aber genau diejenigen Kräuter reinmachen, die man am liebsten mag. Weiche Butter mit Kräutern und Knoblauch vermischen und in Eisform-Behälter kühl stellen oder kurz tiefkühlen.

 

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ZUCCHETTI-FETA-SPIESSE

 

Zutaten: Zucchetti, Fetakäse, Olivenöl, Salz und Pfeffer

 

Zucchetti mit dem Sparschäler in Streifen schneiden. Die Streifen mit Olivenöl bestreichen, Fetastücke reinpacken und satt aufrollen. Päckli aufspiessen und Spiesse am Schluss mit Salz und Pfeffer würzen. Wenige Minuten grillieren. Besonders saftig werden sie, wenn man sie in Alufolie packt.

 

zucchetticollage

 

 

Än schönä 1. Auguscht!!