Fit und munter durch die Hitze

Diese Woche wird es richtig heiss! Wenn die Temperatur über die 30 Grad-Markierung hüpft und man eigentlich nur noch im Schatten liegend mit einem Ventilator flirten möchte, dann könnten diese Tipps helfen, wieder in Schwung zu kommen.

 

  • Bewegung ist immer gut, aber wenns so richtig richtig heiss ist, dann sollte man damit nicht übertreiben. Die kleine Joggingrunde lässt sich optimalerweise auf frühmorgens oder abends verlegen. Und eben: nicht übertreiben.
  • Morgens nach dem Aufstehen alle Fenster öffnen und lüften. Sobald es draussen aber wärmer wird, Fenster schliessen und am besten die Rollläden (zum Beispiel im Schlafzimmer) auch gleich noch, so dass die Räume angenehm kühl bleiben, wenn sie dann heftig von der Sonne bestrahlt werden.
  • Gegen diese mühsamen „ach.. es ist viiiiel zu heiss zum Schlafen… ääääächz“-Nächte hilft es, nasse Badetücher ans offene Fenster zu hängen. Auch eine Möglichkeit: Vor dem Schlafengehen lauwarm duschen. Nicht kalt, nicht heiss: lauwarm. Wer kalt duscht, fängt schneller wieder an zu schwitzen.
  • Ich persönlich finde superkurze Hosen oder Röcke, wo dann die Sonne prall auf die Beine scheint, in der Hitze viel unangenehmer als luftig-leichte Stoffhosen oder Maxiröcke. Ein leichtes Stöffli kühlt mehr, als ein kurzes Röckli.
  • Wenn man dann doch nur noch brach liegt: Stirn und Nacken mit kalten Wasserlappen kühlen. Auch gut: Kaltes Wasser in Sprayflasche füllen und sich damit immer wieder auffrischen. Das finden auch Kinder lustig.
  • Wenn man stark schwitzt, sollte man den Salzhaushalt mit einem isotonischen Getränk oder einer lauwarmen Bouillon wieder auffüllen. Oder leckeren kalten Suppen. Einer Gurkensuppe zum Beispiel.
  • Wer sich lange unter freiem Himmel bewegt und Schatten nur in der Weite flimmern sieht, sollte unbedingt eine Kopfbedeckung tragen. Sonst fühlt man sich am Abend so, als hätte man zwischendurch noch schnell ein, zwei Fläschchen Weisswein getrunken.
  • Eincremen. Eincremen. Eincremen. Und auch wenn die Sonnencreme mit dem Attribut „wasserfest“ wirbt, sollte man sich nach dem Baden trotzdem nochmal eincremen. Kinder, die schon lesen können, werden das Prozedere anfangs anzweifeln: „..Aber Mami, da staht es isch wasserfescht!!!!!!“ Egal. Hart bleiben.
  • Und natürlich werden einem vielerorts stylische, supergünstige Sonnenbrillen nachgeschmissen. Sonnenbrillen ohne UV-Schutz sind aber ein grosses No-Go. UV-Strahlen schädigen die Augen. Netz-, Binde- und Hornhaut. Und das ist so ein stylisches, billiges Sonnenbrülleli nun echt nicht Wert. Also Sonnenbrillen immer mit UV-Schutz.
  • Ausserdem: Zecken sind immer noch ein Problem, auch wenn die Medien die Thematik immer nur im Frühling hochhypen. Die fiesen Tierchen tummeln sich bis Oktober oder gar, je nach Wetter, bis November in den Büschen und Gräsern. Bei Picknicks und Waldspaziergängen deshalb auch im Sommer drauf achten. Helle Kleidung hilft, dass man die Zecken schneller sieht und sie höflich bitten kann, den eigenen Körper zu verlassen. Und auch wenn es warm ist und das modische Empfinden rebelliert: Am besten enge Hosen und Socken drüber. Und keine Trägerleibchen. Auch gut: Zeckenspray – auch wenn er fürchterlich stinkt. – Und abends der Körpercheck. Sie sind gerne in Kniekehlen, in Armbeugen, im Genitalbereich, hinter den Ohren, in den Achseln… einfach da wo es feucht und schön warm ist. Wie in den Wäldern. Und wenn sich dann doch eine festgebissen hat: vorsichtig herausziehen und nicht den Kopf abdrehen.
  • Und ganz ganz wichtig: Viel Trinken! Das ist altbekannt. Schon bei normaler Aussentemperatur und ohne körperliche Aktivität, werden in den Europäischen Richtlinien folgende Mengen empfohlen:
    • Für Frauen rund 1,5 Liter pro Tag
    • Bei Männern 2 Liter pro Tag
    • Bei Kindern von 2-3 Jahren 1,2 Liter
    • Von 4-8 Jahren 1,3 Liter
    • Von 8-13 Jahren rund 1,5 Liter

Wenn es nun aber über 30 Grad heiss ist, darf es ruhig ein bisschen mehr sein. Am besten Getränke in Raumtemperatur, da so der Körper keine unnötige Aufwärm-Energie – die bei Hitze eh schon in reduzierter Form vorhanden ist – verbraucht. Und da Kinder das Trinken im Spiel häufig vergessen, sollte man sie regelmässig daran erinnern. Und sich selber auch. Hier ein paar Tipps zur ausreichenden Getränkezufuhr.

 

Und ansonsten: Einfach einen Gang runterschalten. Auf in den Sommer also!