Meine Top 5 der Hausmittel

Jeder hat doch so seine Top 5 aus der Hausmittel-Ecke. Ganz einfache Helferlein aus dem Haushalt, auf die man schwört. Hier sind meine. 

 

Bevor ich bei Halsschmerzen, Husten, Erkältungen und Ohrenschmerzen auf die Schulmedizin zugreife, versuche ich es erst mit Plan A. Fünf Dingen, die ich immer zuhause habe.

 

DAS SALBEIBLATT

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Ein Topf mit frischem Salbei lohnt sich in jedem Haushalt unbedingt. Nicht nur für Saltimbocca. Frische Blätter in aufgebrühtem Wasser helfen bei Halsschmerzen oder Völlegefühl. Salbei wirkt antibakteriell, pilzabtötend und krampflösend. Ausserdem hemmt es die übermässige Schweissbildung. Das Salbeiblatt ist für mich in erster Linie mein Freund und Helfer bei Halsschmerzen.

Sobald ich ein Kratzen im Hals spüre, rolle ich ein frisches Salbeiblatt und deponiere es in meinem Mund, zwischen Backe und Zähnen. Ein paar Stunden oder über Nacht drin lassen. Und weg ist das Kratzen. In der Regel. – Aus geschmacklicher Sicht und im Hinblick auf die „Behandlungsdauer“ ist dies nicht gerade ein Hochgenuss, aber das sind Halsschmerzen ja auch nicht.

 

 

DAS TEEBAUMÖL

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Teebaumöl ist unheimlich vielseitig. Es wirkt entzündungshemmend, wundheilend, pilzabtötend und desinfizierend. Konkret hilft es bei Pickel, Akne, unreiner Haut, Nagelpilz. Aber auch bei Insektenstichen. Und sogar Zahnstein. Auch soll es, wenn man ein Tröpfchen auf die Zahnpaste gibt, kariesverursachenden Bakterien vorbeugen. Und bei Halschmerzen oder Entzündungen des Zahnfleisches, kann man es entweder verdünnt gurgeln oder lokal mit einem Wattestäbchen gezielt behandeln. Dem Putzwasser zugefügt, soll es sogar die Schimmelpilzbildung verhindern.

Teebaumöl hat auch eine psychische Wirkung und soll bei Ängsten, Antriebslosigkeit, Erschöpfungszuständen helfen und das Selbstvertrauen stärken. Dafür gibt man ein paar Tropfen in eine Duftschale (diejenigen mit einem Kerzchen drunter). Und kürzlich hat mir eine Dame in einem Restaurant verraten (als wir gerade von einer Wäschpifamilie unfein attackiert wurden), dass Teebaumöl sogar Wespen vertreibt.

 

 

INGWER & ZITRONE

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Wenn sich eine Erkältung anbahnt – und das spüre ich immer sofort – greife ich gleich bei den ersten Anzeichen auf einen Tipp zurück, den mir vor vielen Jahren eine Arbeitskollegin bei einem mehrtägigen Dreh im tiefsten Winter mitgab: Am Abend viel frischen Ingwer schälen, in feine Scheiben schneiden und in einem 1 Liter-Thermoskrug DIE GANZE NACHT gut verschlossen ziehen lassen. Während des darauffolgenden Tages trinkt man den ganzen Krug leer. Der Ingwertee ist ausserordentlich scharf und es kostet Überwindung, aber es lohnt sich. Und mit dem Saft einer Zitrone und allenfalls etwas Honig ist er durchaus geniessbar.

Warum Ingwer? Ingwer wirkt entzündungshemmend und stärkt die Durchblutung, daher wird der Schleim gelöst. Zitronen sind ein vertrauenswürdiger Vitamin C-Lieferant und Honig hat viele wichtige Inhaltsstoffe, wie Kalium, Eisen oder Magnesium. Wichtig ist, dass man den Honig erst am Schluss, wenn der Tee auf Trinkwärme abgekühlt ist, dazu gibt. Ansonsten verliert er seine heilende Wirkung.

Anti-Tipp: Niemals mehr trinke ich die traditionelle Wunderwaffe Milch mit Honig, wenn ich erkältet bin oder Halsschmerzen habe. Seit ich das nicht mehr tue, bin ich jeweils schneller auf den Beinen. Milch soll angeblich verschleimen und Schleim ist das letzte wovon ich mir bei einer Erkältung mehr wünsche.

 

 

DER ZWIEBELWICKEL

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Als wär das Kind mit einem Schnupfen nicht schon geplant genug, folgt darauf oftmals eine schmerzhafte Ohrenentzündung. Eine sehr unschöne Entwicklung. Mit einem Zwiebelwickel konnten wir aber schon einige Antibiotikabehandlungen abwenden, da bin ich mir sicher. Wichtig ist aber, dass man gleich bei den ersten Anzeichen handelt. Wie so oft halt.

Für den Zwiebelwickel wird eine möglichst frische Zwiebel klitzeklein gehackt, in ein Leinentuch, Nooschi oder in eine Socke gefüllt und mit einem Nudelholz oder Fleischklopfer zerquetscht. Das Zwiebelpäckli wird dann aufs Ohr gehalten und mit einem Tuch oder einem Stirnband befestigt. Eine warme (nicht heisse) Bettflasche auf dem Zwiebelohr verstärkt die Wirkung zusätzlich. Dies mehrmals täglich wiederholen.

Man kann die eingepackte Zwiebel auch über Wasserdampf erwärmen, aber da muss man vorsichtig sein, dass es nicht zu heiss wird.

 

 

DIE WÄSCHE IM ZIMMER

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Immer wenn ein Kind hustet oder erkältet ist, mache ich noch schnell eine Wäsche (dreckige Wäsche hat es lustigerweise ja immer genug Zuhause) und hänge sie im Zimmer auf. Die Luft wird damit derart gut befeuchtet, dass augenblicklich Ruhe herrscht im Zimmer, das Kind nicht mehr hustet und besser schlafen kann.

Bei ganz hartnäckigen Fällen greife ich ZUSÄTZLICH auf die Bienenwachsauflage zurück. Da kommt kein Hustensaft dagegen an. Bienenwachsauflagen gibts in Drogerien. Diese werden allenfalls bisschen zugeschnitten, mit einer Bettflasche erwärmt und dann für die ganze Nacht auf den Brustkorb gelegt. Damit sie halten, zieht man dem Kind ein enges Leibchen oder eine alte Leggins oder Strumpfhose an (Spickel rausschneiden, dort kommt der Kopf durch, aus den Beinen werden Ärmel). Seit wir das so machen, hatten wir nie mehr durchhustete Nächte.

 

 

Falls jemand von euch auch ein wertvolles Hausmittelchen kennt und damit gute Erfahrungen gemacht hat, bin ich sehr gespannt drauf. Man lernt nie aus.