Mamizeit

(Illustration: Sascha Butphaeo Bucchéri)

So zauberhaft unsere kleinen Kinderlein auch sind, manchmal braucht das Mami eine Pause. Drei Wochen Ferien in der Südsee oder eine Woche Wellness in Österreich liegen in der Regel nicht drin, und so muss man sich eben im Alltag Inselchen einbauen. 10 Tipps dafür von einer charmanten Fachfrau für’s Schöne.

 

Denn es ist ja so, dass man noch so grundentspannt durchs Leben gehen kann, Kinder nagen gerne mal ausgiebig am Geduldsfaden. Im Grossen, wie im Kleinen.

 

Kürzlich zum Beispiel musste ich mit zig Paketen zur Post. Ich bat kurz vor Aufbruch das Kind, doch noch auf die Toilette zu gehen, obwohl es „überhaupt nicht muss“. Ich habe es dann überredet, es hat sich kurz hingesetzt und versichert „dass es wirklich überhaupt nicht muss“. Nun denn, so ging ich los. Mit Paketen und Kind. Und auf der Post dann – Uff! – HUNDERTE wartende Menschen. Also Zettelchen gezückt und sich mit dem Kind hingesetzt. Laaange hingesetzt. Etwa 3 Nummern vor unserer Nummer dann der niederschmetternde Satz, der IMMER dann kommt, wenn’s einfach überhaupt nicht passt: „Mami ich muess ufs WC“. Innerlich sind meine Augen rasend schnell ungläubig in alle Himmelsrichtungen gerollt, äusserlich entgegnete ich mit lieblicher Geduldsstimme: „Jetzt sind mir dänn grad dra, nachher gömmer dänn grad“. „Aber ich muss uuuuuu dringend!!!!“ Inklusive vielsagender Geste.

Das fühlt sich gefühlsmässig in diesem Moment etwa genau so unnötig an, wie wenn – so passiert letzten Sommer – ein Kind leicht stolpert und das Schüsselchen mit kleinen Beeren platsch! auf den Küchenboden fällt. Weisch wie nervig die wieder uufznäh??!?

 

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Oder die Tatsache, dass es nach jedem Essen unter dem Tisch so aussieht.

 

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Und auf dem Tisch so.

 

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Ja, man kriegt als Mami jeden Tag wunderbar viele Möglichkeiten, sein Nervenkostüm zu trainieren.

Manchmal müsste man einfach die Batterien wieder aufladen, und dies möglichst bevor die Batterie rot blinkt und das Gerät gleich aussteigt. Und am besten regelmässig. Immer wieder mal kurz anschliessen.

 

Beautyfachfrau Katrin Roth von thebeautyexperience hat mir liebenswürdigerweise 10 Tipps aufgelistet, wie wir alle im Alltag wieder kurz zur Ruhe kommen können und wie wir uns EINFACH MAL NUR UM UNS ALLEIN KÜMMERN. Denn manchmal braucht es echt nicht viel.

Bitteschön.

 

 

HEIMWELLNESS

  1. Duftkerzen: Sorgen je nach Duftrichtung für Feriengefühle (Feigenduft!) oder für Kuschelstimmung im Bad. Added Bonus: Im Kerzenlicht sehen wir automatisch jünger aus!
  2. Schaumbad: Einfach mal abtauchen tut unendlich gut. Gerne mit einem Glas Wein und ein bisschen Schoggi dazu.
  3. Maske: Am besten eine mit Schlamm, damit man sich sicher nicht vor die Tür traut und ganz entspannt seine Auszeit im Badezimmer geniessen kann.
  4. A propos Maske: Wenn schon denn schon – in der gleichen Zeit kann man auch noch eine Haarmaske einwirken lassen. Zum Zeitvertrieb empfehle ich entweder einen kleinen Serien-Marathon auf dem Ipad (‚Modern Family‘ ist ein All-Time-Knüller mit Happy-Garantie. Wer’s spannend mag kann es mit ‚Bloodline‘ oder ‚Orange is the new black‘ versuchen)
  5. Bodylotion oder Körperöl aus der Lieblingsduftreihe: Ein kleiner Luxus im Alltag.
  6. Peeling: Mit einem hübsch duftenden und hübsch verpackten Peeling verschwinden tote Hautschüppchen im Abfluss und es gibt eine streichelzarte Haut.
  7. Die besten Freunde aller schlaflosen Mütter: Concealer und Rouge. Damit ist das Problem durchwachter Nächte zwar nicht gelöst, aber wenigstens sieht es keiner mehr. Und das ist schon viel wert!
  8. Duschgels mit frischen Noten sorgen für einen gut gelaunten Blitzstart in den Tag.
  9. Kissensprays mit beruhigenden Noten – Lavendel etwa – helfen beim Einschlafen.
  10. Und tschüss: Manchmal sollte man sich eine Auszeit gönnen und einfach mal verschwinden. Ins Spa zum Beispiel, um einfach sich selbst etwas Gutes zu tun. Das dauert nicht länger als zwei bis drei Stunden, aber die Wirkung wird noch sehr, sehr lange spürbar sein!

 

 

Und wenn dann gar nichts mehr nützt, schnell heimlich hinter der Kühlschranktür verschwinden und ein Stück Schokolade reinhauen. Und bei ganz harten Fällen, ein hohles Tannzäpfli (oder bald schon wieder im Angebot: ein hohles Schoggihäsli) mit Rahm füllen. Und alles ist wieder gut.

 

SchoggiCollage