One Pot Pasta

Meine Mutter sah mich mit grossen Augen an, als ich ihr zum ersten Mal vom Internet-Trend One Pot Pasta erzählt habe. Und meine italienische Verwandtschaft würde ungläubig mit dem Kopf schütteln. Mich vermutlich verstossen. Ich wollte es dennoch mal ausprobieren.

 

Natürlich kommt nichts an einen ellenlang köchelnden Sugo ran!! Und das Gute ist, man kann riesige Mengen zubereiten, am besten mit frischen Tomaten, die man sich im Laufe des Sommers im Süden angeeignet hat. Und dann friert man Portionen ein und hat immer wunderbarsten Sugo zur Hand. Bis der Tiefkühler leer ist.

Entweder so, ja. Oder aber man lässt sich auch einmal auf dieses One Pot-Abenteuer ein, dass derzeit durch die Onlinewelt tingelt.

 

Hier ist ein Basisrezept. Dieses kann je nach Gusto beliebig erweitert werden.

 

ONE POT PASTA (für 4-5 Personen)

  • 1 Packung Spaghetti (500g)
  • 1 Zwiebel, klein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, ausgepresst
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400g)
  • 1 Liter kochendes Salzwasser (im Wasserkocher erhitzt)
  • 1 Lorbeerblatt
  • Oregano
  • Salz & Pfeffer

 

Spaghetti mit allen anderen Zutaten in einen hohen Topf geben. Sobald die Spaghetti weich sind und sich umrühren lassen, alles gut vermischen und so lange köcheln, bis die Spaghetti al dente sind (in der Regel rund 10 Minuten).

 

Tipp: Spaghetti mit gehobeltem, frischem Parmesan sowie fein geschnittenem Basilikum anrichten. 

 

REZEPT ZUM AUSDRUCKEN

 

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Aber ja, die One-Pot-Pasta spaltet die Pastawelt wie kaum ein anderes Gericht. Klar, ein guter Sugo dauert. Und das soll und darf er auch. Und das Netz ist natürlich voll von unentspannten und entsetzten „Ui nein! Das geht doch nicht!“-Kommentaren.

Gibts den Hashtag #onepotpastaaufschrei eigentlich schon?

 

Wenn man auf der Platte nebanan separat gleich noch etwas Sugo aufsetzt und synchron kocht, ist man mit der One Pot-Pasta nicht wirklich schneller. Ich bevorzuge es jedoch, meinen Sugo in der Regel länger als 10 Minuten zu köcheln, daher geht es bei mir ohnehin immer viel länger.

 

Wer aber Schnelles noch schneller zubereiten möchte, nicht gerne abwäscht, gerade total im Seich oder auch mal offen für Neues ist, für den ist das vielleicht was.

So eine One Pot-Pasta lässt sich auch endlos variieren, das Oben ist ein erstes einfaches Basisrezept. Aber mit Pilzen und Rahm oder Spargeln im Frühling und was weiss ich allem noch, lässt sich da innert kürzester Zeit durchaus was Ansehnliches auf den Tisch zaubern.

 

Die Grundsatzidee von One Pot-Gerichten gefällt mir. Letzten Frühling habe ich deshalb diese Quinoa-Pfanne ausprobiert. Die ist definitiv ein Versuch wert. Aber halt erst im Frühling.