Städtetrips mit Kids

Auch mit kleinen Kindern kann ein Städtetrip ganz fabelhaft sein. In diesen 3 Städten gefällts auch den Kindern. Ehrenwort.

 

Wir sind mitten in der Städtereisensaison. Frühling und Herbst sind in unseren Breitengraden ja ideal. Und ICH LIEBE STÄDTETRIPS!!! Das lässt sich auch mal spontan einrichten. Über Feiertage, oder auch indem man die vielen Q-Tage der Schule (das sind Weiterbildungstage) nutzt und mit ein, zwei Jokertagen ein langes Wochenende daraus bastelt.

Hat man Kinder, die noch gar nicht im Schulsystem drin sind, ist man ja noch viel flexibler. Ich finde ich habe das damals VIEL ZU WENIG genutzt. Und hole jetzt nach.

 

Es gilt, den Nerven zuliebe, bei Städtetrips eine kleine Regel zu beachten: Den Tag am besten in Eltern- und Kinderprogramm halbieren. So kommen alle auf ihre Kosten. Fängt man mit dem Elternprogramm an, sind die Kleinen in der Regel etwas besser bei Laune zu halten, als wenn sie erst nach der Kinderaction den Dom, das Museum oder die Innenstadt durchlaufen. Auch habe ich immer kleine Snacks dabei. Und Getränke. DAS HILFT ENORM!!

 

Als Start bietet sich mit Kindern jeweils auch eine Stadtrundfahrt mit einem Sightseeingbus an – die gibts überall. Erstens hat man dann gleich einen hübschen Überblick über die ganze Stadt und kann gemeinsam entscheiden, was man sich näher ansehen möchte und zweitens finden die Kinder die lustigen Doppeldeckerbusse – in der Regel – ziemlich läss. Vor allem wenn man im oberen Stock zuvorderst sitzen kann.

 

Hier eine kleine, feine, ganz persönliche Auswahl.

 

 

KOPENHAGEN

Eine wunderbare Stadt. Und sehr kinderfreundlich. Bunt, fröhlich und liebevoll. Ganz abgesehen davon, dass die Dänen ein ganz liebenswertes Völkchen sind, werden die Kinderaugen, umgeben von Königshaus, der kleinen Meerjungfrau, einem Disneystore, zwei geschichtsträchtigen Vergnügungsparks und unheimlich vielen Spielplätzen nur so strahlen.

 

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In Kopenhagen wird Velo gefahren. Und zwar so richtig. Immer. Und überall. Wer auf den vielen Fahrradwegen abrupt stehen bleibt, hat anschliessend ein Problem (oder all die Fahrradlenkerinnen und -lenker dahinter, die über- und ineinander purzeln). Der Stossverkehr findet nicht zwingend auf der Strasse, sondern auf dem Velostreifen statt. Daher empfehlen sich hier die eher verkehrsarmen Zeiten. Velos kann man vielerorts mieten und es ist eine wunderbare Möglichkeit, die Stadt zu erkunden.

 

Hierfür eignet sich auch eine Rundfahrt mit dem Schiff. Durch Nyhavn tuckern (diese wunderhübsche, bunte Häuserzeile direkt am Hafen), der kleinen Meerjungfrau Hallo sagen und wundervollste Architektur, zB. die königliche Bibliothek oder das Opernhaus, gemütlich von aussen bestaunen.

Shoppen lässt es sich ganz entspannt und autofrei rund um die Einkaufsstrasse Strøget, hier befindet sich auch der Disney Store (welcher Eltern und Kinder mit dem lauten Disney-Gedudel und den vielen Spielsachen auch etwas überfordern kann). Währenddem man hier auf alle grossen, internationalen Ladenketten stösst (u.a. Topshop, Urban Outfitters, der Schwede mit den 2 Buchstaben usw.), findet man in den kleinen Gässchen all die hübschen kleinen Lädelchen. Mein absoluter Lieblingsladen ist in Kopenhagen gleich mehrfach vertreten: Søstrene Grene. Ein ganz wunderbares Geschäft voller kleiner Alltagsgegenstände für Büro, Küche, Bastelecke, Bad und Leben.

 

Ein Besuch im Vergnügungspark steht bei uns in Kopenhagen jedes Mal auf dem Programm. Das Tivoli ist altbekannt. Ein zauberhafter Ort, den ich schon als Kind geliebt habe. Aber auch für Erwachsene toll. Mit dem etwas nördlich gelegenen Dyrehavsbakken (oder kurz: Bakken) legt Kopenhagen aber gleich noch einen zweiten, äusserst charmanten Vergnügungspark obendrauf, und dann erst noch den ältesten der Welt. Den gibts seit 1583! Also zwei Vergnügungsparks in EINER Stadt! Wohooooo!

Und ja, die goissende Frau in der Mitte des Bildes unten, das bin ich, ja.

 

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Was das Technorama in Winterthur, ist das Experimentarium City in Christianshavn/Kopenhagen. Auch hier kann man wunderbar überall drauf rum tööpeln. Es gibt auch noch ein Kindermuseum und sogar ein Freilichtmuseum (Frilandsmuseet) wie unser Ballenberg, wo man auf einer riesigen Fläche die historischen Bauernhäuser und Windmühlen des alten Dänemarks bestaunen kann. Im Süden liegt für Freunde des Weltalls das Tycho Brahe Planetarium und wer es mehr mit der Unterwasserwelt hat, kommt im blauen Planeten, im Den Blå Planet auf seine Kosten, das grösste Aquarium in Nordeuropa.

 

Und mich persönlich macht die Torvehallerne glücklich. Ein ansehnlicher Foodmarket unter Dach mit über 60 Ständen und vielen Spezialitäten. Und man darf gerne hier und da bisschen probieren.

 

Kleine Warnung aber: Kopenhagen ist NICHT günstig. Preislich etwa so wie bei uns. Daher nicht der totale Schock, aber ich wollts dennoch erwähnt haben.

 

 

 

BARCELONA

Eine der wenigen Städte mit wunderhübschem Stadtkern UND Strand! Wenn man sich also die Füsse wundgelaufen hat, kann man diese im Meer abkühlen, barfuss gehend im Sand massieren oder einfach rumfläzen und sich ein paar Tapas reinziehen, währenddem Tick, Trick und Track eine Sandburg bauen. Die vielen schönen Pärke mit den grossen Spielplätzen sind ein zusätzliches Argument. Und dann gibt es ja noch die eine oder andere Sehenswürdigkeit, wie die ewig in Bau stehende Sagrada Familia. Für Kirchenfans genauso faszinierend, wie für Baustellenfans.

 

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Ein Spaziergang an der sehr sehr sehr langen Strandpromenade entlang – am besten bei Sonnenuntergang, kann ich sehr empfehlen. Sind die Kinder müde, kann man so jederzeit ein Päuschen machen und mit den Augen im Meer versinken.

 

 

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Sehr toll finde ich die vielen schönen Pärke, wie der Park Güell oder der Stadtpark Parc de la Ciutadella, mit vielen Spielplätzen. Perfekt für ein Picknick.

Und wer auf das kleine runde Leder abfährt, wird im Camp Nou glücklich. Das Stadion des FC Barcelona. Hier kann man eine Tour buchen und das Stadion beschnuppern oder durchs Museum schlendern.

Auch hier gibt es natürlich ein Aquarium. Ein sehr schönes mit beeindruckendem Unterwassertunnel. Und wer gerne Zoologische Gärten besucht, wird hier ebenfalls fündig.

 

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Da wir alle gerne Vergnügungsparks mögen (möglicherweise ist das schon oben durchgesickert), besuchten wir natürlich auch denjenigen auf dem Tibidabo – Barcelonas Hausberg, wo auch die Sagrada Corazòn steht. Der Parco d’Attraccions ist überschaubar und punktet mit seiner Lage. Karussels, Kleinkinderbahnen, Achterbahnen und ein Riesenrad inklusive zauberhaftem Blick auf die ganze Stadt. Ich meine, wo gibts das schon?! (Den Ausblick vom Tibidabo aus, seht ihr übrigens auf dem obersten Barcelona-Bild.)

 

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Da ich gerne kleine Häppchen futtere, bin ich hier in der Tapas-Hochburg natürlich goldrichtig. Das geht aber auch ins Geld. Wer sich eine kleine Wohnung mietet (zB via Airbnb) hat den Vorteil, dass er nicht immer auswärts essen muss, somit Geld spart, aber auch durch spanische Supermärkte flanieren kann. Was ich im Ausland immer sehr gerne tue und dann vor meterlangen Milchregalen einfach nur staune.

Sehr hübsch auch hier, ist der Mercat de la Boqueria, ein grosser überdachter Markt mit herrlichen, günstigen Leckereien. Gleich an der La Rambla. Die wiederum ist eher anstrengend. Es gibt aber in den Quartieren immer wieder kleine, hübsche Ramblas, Strassen, die mit Restaurants und Cafés umsäumt sind, die man in der Strassenmitte abspazieren kann – die sind um ein vielfaches angenehmer.

 

 

AMSTERDAM

Ich denke dabei an bunte, wunderhübsche Häuser, Grachten, viele Fahrräder, entspannte Menschen.. und ich werde nicht enttäuscht. Amsterdam ist schnell zu erreichen. Sofern man fliegt. Aber auch der Nachtzug bringt euch da hin. So haben wirs versucht. Schlafen kann man darin nicht wirklich, aber man spart zwei Hotelnächte, die Ferien beginnen schon am Zürcher oder Basler Hauptbahnhof und die Kinder fandens toll.

 

 

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Wer mit einer Sightseeing-Fahrt beginnen möchte, kann zwischen Bus und Schiff wählen. Wir wählten beides, Hop on und off, rauf und runter. Praktisch. Und man zwirbelt einen Tag lang in der ganzen Stadt rum.

Im riesengrossen Vondelpark lässt sichs prima picknicken und ausserdem können sich die Kinder auf den Spielplätzen und auf den Wiesen austoben.

Museen gehören natürlich auch zu Amsterdam. Und viele sind äusserst kinderfreundlich. Auch Kunstmuseen. Und im von Renzo Piano entworfenen und architektonisch auffälligen Science Center Nemo, direkt neben dem Hauptbahnhof gelegen, können die Kinder wieder rumtööpeln. Anfassen, ausprobieren, mitmachen. Das Museum führt anschaulich und mit vielen Experimenten in die Welt der Physik, Biologie, Chemie und Technik. Und das Anne Frank Haus ist nicht für die Eltern, sondern auch für Schulkinder sehr beeindruckend.

Ja und kleine Fussballer ziehts dann wohl ins Ajax-Museum.

 

Haben die Kinder genug von Museen, dürften sie einem Besuch im TunFun nicht abgeneigt sein (für Kinder von 1-12 Jahren). Ein Indoorspielplatz mit Bällebad, Rutschen, Kletterwänden, Trampolinen und was weiss ich nicht alles. Und das in einem stillgelegten Autotunnel mitten in Amsterdam. Vom Ambiente her schon sehr speziell. Snacks und Getränke können hier vor Ort gekauft werden. Eintritt zahlen nur die Kinder, die Eltern sind gratis.

 

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Falls sich die Kinder schon in der Promiwelt auskennen, dürfte auch das Wachsfigurenkabinett von Madame Tussaud von Interesse sein. Da waren wir selber nicht, dafür sind unsere Kinder und ihr Interesse an  Berühmtheiten noch zu klein. Aber hat man ein Wachsfigurenkabinett gesehen, kennt man alle, nicht?

Und möchte man etwas typisch holländisches sehen, besichtigt man einfach eine alte Windmühle, wie die Molen Van Sloten.

 

 

 

Welche ist eure Lieblingsstadt, wenn ihr mit Kindern unterwegs seid?