„Unser Menü eins“ – Teil drei

Am Montag kommt mein neues Buch in die Läden. Ich. Kann. Es. Kaum. Erwarten. – Worum es genau geht, was so drin ist und worauf ihr euch freuen könnt, das verrate ich euch jetzt schon.

 

Ich habe für den dritten „Menü eins“-Teil 35 Familien besucht und sie einmal mehr um ein alltagstaugliches Rezept gebeten. Allesamt haben sie diesmal Wurzeln im nahen und fernen Ausland. Sie stammen aus Kolumbien, Indien, China, Japan, Griechenland, Brasilien, der Türkei, Syrien, dem Iran, England, Italien, Frankreich… sie alle leben aus den verschiedensten Gründen in der Schweiz. Vom politischen Flüchtling, der sich heute bei der UNO für Menschenrechte einsetzt, über Secondos die ihr ganzes Leben in der Schweiz verbracht haben mit ihrer Heimat aber tief verwurzelt sind, bis zu denjenigen, die der Arbeit oder der Liebe wegen in die Schweiz gezogen hat. Das Paar zum Beispiel, er aus Deutschland, sie aus Frankreich, dass in der goldenen Mitte eine neue Heimat gefunden hat.

 

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Was hat es nun mit dem Buch auf sich? – Hier sind die Fakten.

 

Wie kam ich auf die Idee?

Ich bin mit vielen verschiedenen Nationen aufgewachsen. Meine beste Freundin war Türkin, die Klassenschönste war Italienerin, der nette, anständige Junge, der den Mädchen weder Etuis klaute, noch sie auf dem Pausenplatz sonstwie schikanierte, war Grieche. Ich fand das immer sehr bereichernd und spannend, wenn jemand aus einer anderen Ecke stammte. Tu ich ja zu 50% auch. Da ergeben sich einfach gleich sehr viele neue Gesprächsthemen. Je fremder uns das Land ist, umso mehr. Ich weiss noch, wie ich zum ersten Mal bei einer Familie aus Malaysia zum Essen eingeladen war. Der ganze Tisch war voller verschiedener Gerichte, ich war fasziniert. Und glücklich, Teil davon sein zu dürfen.

 

Warum dieses Buch?

Weil ich es spannend finde, wie Familien aus anderen Teilen dieser Welt kochen, essen und am Tisch sitzen. Was sie von den Eltern gelernt haben. Welche Zutaten sie immer zuhause haben. Worauf sie Wert legen. Und auch was hier anders ist, als in ihrer Heimat. Gesellschaftlich, politisch, kulinarisch.

 

Was ist im Buch drin?

Fast 400 Seiten mit 35 Familien, 35 Geschichten, 35 Ansichten, 35 Ideen, Tricks und Anregungen sowie über 60 Rezepte. Süsses, Salziges, Warmes, Kaltes, Bodenständiges, Einfaches. Und alles mit Zutaten, die ihr in der Schweiz problemlos kriegt. Wenn nicht gerade beim Grossverteiler eures Vertrauens, dann gibt es sicherlich auch in eurer Nähe einen Spezialitätenladen mit eben noch diesem einen Gewürz.

 

Wie habe ich die Familien gefunden?

Ich habe einmal mehr mein Adressbuch durchstöbert. Meine beste Freundin aus der Schulzeit ist drin. Die Klassenschönste auch. Ich habe ausserdem im Freundeskreis rumgefragt und die haben mir Freunde und Freunde von Freunden vermittelt. Ich hätte noch ewig weitermachen können, aber das Buch ist auch so schon ziemlich umfangreich geworden. Familien zu finden war nicht schwer.

 

Wie läuft so eine Produktion?

Ich kontaktiere die Familien, schicke ihnen einen Fragebogen und treffe sie bei sich zuhause. Dort kochen sie ihr Menü, da schaue ich genau zu, fotografiere und freue mich über jeden magic moment. Anschliessend bespreche ich mit den Familien nochmal den Fragebogen, hake nach, streiche hier, ergänze dort. Die Familien kriegen dann alle Fotos und die Texte zugeschickt, so dass alle wissen, wie es am Schluss aussieht.

 

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Es ist eine ganz wunderbare Sammlung verschiedenster Gerichte von kulturell unterschiedlichster Familien geworden. Und jede einzelne Familie weihte mich in die Geheimnisse ihrer Küche ein.

 

Hier bereitet Gertrud echte österreichische Paunzen zu.

 

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Lily frittiert hier gerade Kochbananen für ihr köstliches Gericht aus Kamerun.

 

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Und Rachel hackt weisse Schokolade, währenddem sie tiefgekühlte Himbeeren auftaut. Zusammen mit ihrer Teigmischung ergeben diese zwei Zutaten ein himmlisches Dessert, welches man innert Sekunden ratzfatz verputzen möchte.

 

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Yoshi zeigt uns seinen Trick, wie man ganz fix Tamago-Yaki (japanische Omeletten) machen kann, die wir kleingeschnitten aus den Sushi-Restaurants kennen.

 

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Bei Sepideh aus dem Iran gibt’s nach dem Essen Tee, Datteln und Gebäck.

 

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Roberta zaubert innert Kürze ein aramäisches Festessen auf den Tisch. Sie zeigt wie man aus einer einzigen Hackfleischmischung gleich mehrere Köstlichkeiten macht.

 

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Und Rui aus China beweist, dass man auch mit Kind im Nacken lecker kochen kann.

 

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Und hier entsteht gerade ein total einfaches und leichtes Gericht, dass Gülgün und Cem in wenigen Minuten aus dem Ärmel geschüttelt haben.

 

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Freut euch auf ein kunterbuntes Sammelsurium und viele Ideen aus aller Welt.

„Unser Menü eins – eine kulinarische Weltreise“ ist ab Montag, 28. September 2015 in den Läden. Vorbestellen kann man es heute schon.